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AktivistInnen des Klima!Bewegungsnetzwerks blockierten heute die
Verhandlungen im Maritim-Hotel in Bonn. Auf ihrem Transparent war zu
lesen: "Don't trade off Climate! CDM = Colonial Destruction Management"
Die
AktivistInnen kritisieren, im Gegensatz zu den meisten in Bonn
vertretenen NGOs, nicht nur Details der Verhandlungen, sondern den
Prozess als solches. "Das Kyoto-Protokoll ist Teil des Problems und
nicht der Lösung. Es hat
profitable Märkte für Emissionshandel geschaffen, während der globale
CO2-Ausstoß weiter steigt", erläutert Aktivistin Kim Hagen.

Don't trade off climate: Der Eingang zum Konferenzhotel wurde von Aktivisten blockiert
Die auf dem Banner
erwähnten CDMs gehören zu den sogenannten flexiblen Mechanismen im
Kyoto-Protokoll. Ein Industrieland kann damit einem Teil seiner Verpflichtungen
zur Reduktion von Treibhausgasemissionen im eigenen Land entgehen,
indem Projekte in Entwicklungsländern finanziell unterstützt werden,
die dort zu einer Emissionsreduktion führen sollen. Mit der Kritik an
CDMs stehen die AktivistInnen nicht alleine da. Die Umweltorganisation
Friends of the Earth bezeichnete die Maßnahmen kürzlich in einer Studie als Betrug.
Das Klima!Bewegungsnetzwerk, enstanden aus dem ersten deutschen Klimacamp im Sommer 2008, sieht die heutige Aktion als Auftakt der Proteste gegen den bevorstehenden Klimagipfel in Kopenhagen.
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