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Dienstag, 10. März 2009 um 10:53 Uhr |
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In Kopenhagen treffen
sich am Dienstag mehr als 2.000 Klimaforscher aus aller
Welt: Der Kongress soll die neuesten
Erkenntnisse zur Erderwärmung zusammentragen, um den letzten Sachstandsbericht
des Weltklimarats IPCC von 2007 zu ergänzen. Die
Ergebnisse des dreitägigen Kongresses werden im Juni
veröffentlicht und sollen als Grundlage für die
UN-Klimakonferenz im Dezember dienen, auf der ein neues
Klimaschutzabkommen zur Reduktion von Treibhausgasen beschlossen
werden soll.
Gute
Nachrichten sind von der Wissenschafts-Konferenz in Kopenhagen nicht
zu erwarten: Neue Erkenntnisse weisen darauf hin, dass die
schlimmsten Prognosen des IPCC-Berichts die möglichen Folgen des
Klimawandels noch weit unterschätzten. Der letzte
Sachstandsbericht des Weltklimarats warnte etwa vor einem möglichen
Anstieg des Meeresspiegels bis 2100 um bis zu 58 Zentimeter. "Jetzt
ist jedoch klar, dass immer mehr Menschen an den Küsten vom Klimawandel bedroht sind", so David Vaughan vom British Antarctic Survey
im britischen Guardian: "Rund um den Globus müssen Maßnahmen gegen massive Flutkatastrophen
getroffen werden". Denn die Eismassen an den Polen schmelzen weitaus schneller als gedacht: Das
könnte flache Regionen wie Bangladesh, Florida, die
Malediven oder die Niederland noch schneller in Bedrängnis
bringen als befürchtet.
Neben der Vermeidung von
Treibhausgasen steht auch die Anpassung an die Folgen auf der
Programm des Kongresses. Auch aus den Entwicklungsländern, wo die Folgen des Klimawandels bereits heute zu spüren sind, nehmen zahlreiche Wissenschaftler Teil. Weitere
hochkarätige Teilnehmer des Kongresses sind etwa IPCC-Chef
Rajendra Pachauri und Nicholas Stern, Autor des Stern-Reports zu den Kosten des Klimawandels.
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