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CDM = Colonial Destruction Management Drucken E-Mail
Samstag, 06. Juni 2009 um 19:52 Uhr

AktivistInnen des Klima!Bewegungsnetzwerks blockierten heute die Verhandlungen im Maritim-Hotel in Bonn. Auf ihrem Transparent war zu lesen: "Don't trade off Climate! CDM = Colonial Destruction Management"

Die AktivistInnen kritisieren, im Gegensatz zu den meisten in Bonn vertretenen NGOs, nicht nur Details der Verhandlungen, sondern den Prozess als solches. "Das Kyoto-Protokoll ist Teil des Problems und nicht der Lösung. Es hat profitable Märkte für Emissionshandel geschaffen, während der globale CO2-Ausstoß weiter steigt", erläutert Aktivistin Kim Hagen.

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Don't trade off climate: Der Eingang zum Konferenzhotel wurde von Aktivisten blockiert 

Die auf dem Banner erwähnten CDMs gehören zu den sogenannten flexiblen Mechanismen im Kyoto-Protokoll. Ein Industrieland kann damit einem Teil seiner Verpflichtungen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen im eigenen Land entgehen, indem Projekte in Entwicklungsländern finanziell unterstützt werden, die dort zu einer Emissionsreduktion führen sollen. Mit der Kritik an CDMs stehen die AktivistInnen nicht alleine da. Die Umweltorganisation Friends of the Earth bezeichnete die Maßnahmen kürzlich in einer Studie als Betrug.

Das Klima!Bewegungsnetzwerk, enstanden aus dem ersten deutschen Klimacamp im Sommer 2008, sieht die heutige Aktion als Auftakt der Proteste gegen den bevorstehenden Klimagipfel in Kopenhagen.

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