| Kopenhagen: Save the date(s) |
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| Freitag, 12. Juni 2009 um 21:27 Uhr |
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Der Weg nach Kopenhagen: Bis zur Weltklimakonferenz im Dezember in Dänemark sind es noch genau sechs Monate. Nach der Klimakonferenz in Bonn sind noch drei weitere Sitzungen in Bonn, Bangkok und Barcelona vorgesehen. Zusätzlich tagen aber auch zahlreiche andere Gremien, die auf den Gipfel in Kopenhagen entscheidenden Einfluss haben werden. Ein Überblick über die wichtigsten Daten:
22. bis 23. Juni in Mexiko: Major Economies Forum
8. bis 10. Juli in Italien: G8-Gipfel
11. Juli in Italien: Major Economies Forum - Treffen der Staats- und Regierungschefs
10. bis 14. August Deutschland: UNFCCC-Verhandlungen
22. bis 23. September USA: UN-Generalversammlung
24. bis 25. September USA: G20-Treffen der Staats- und Regierungschefs
28.September bis 9. Oktober Bangkok: UNFCCC-Verhandlungen
2. bis 6. November Barcelona, Spanien: UNFCCC-Verhandlungen
7. bis 18. Dezember Dänemark: UNFCCC COP15 in Kopenhagen
Und das sind die wichtigsten Punkte, die - wenn es nach Klimasekretariatschef Yvo de Boer geht - vor Kopenhagen geklärt werden müssen: 1. Die Finanzierung von Anpassung und Klimaschutz in Entwicklungsländern wird mehr und mehr zum Schlüsselelement eines erfolgreichen Klimagipfels in Kopenhagen.
Derzeit werden in den Verhandlungen vor allem zwei konkrete Vorschläge für einen Finanzierungsmechanismus diskutiert: Der norwegische Vorschlag sieht vor, Mittel für Anpassungs- und Klimaschutzmaßnahmen über einen globalen Emissionshandel zu beschaffen. Die Kohlendioxid-Zertifikate sollen dabei zumindest zum Teil versteigert werden. Der Vorschlag Mexikos beruht auf einem multinationalen Fonds. Es sollen Gelder aus den einzelnen Staatshaushalten aufgebracht werden, die dann über diesen Fonds verteilt werden sollen. Die mexikanische Delegation hatte während der Verhandlungen in Bonn auch Gesprächsbereitschaft zu einem Kompromiss zwischen dem eigenen und dem norwegischen Vorschlag gezeigt. 2. Knackpunkt bei der Finanzierungsdebatte ist nicht nur der Umfang der Unterstützung, sondern auch die faire Verwaltung der Gelder: Während etwa die USA argumentieren, der Aufbau neuer Strukturen würde zu viel Zeit kosten und auf die Weltbank verweisen, fordern Entwicklungsländer neue Institutionen.
3. Von der finanziellen Unterstützung durch die reichen Länder hängt die Beteiligung der Schwellenländer mit eigenen Verpflichtungen zur Kohlendioxid-Begrenzung ab, die die Reduktionsziele der Industrienationen ergänzen müssen: China und Indien fordern etwa von den Industrienationen eine Emissionsreduktion von 40 Prozent gegenüber 1990. Und sind prizipiell dazu bereit ihr Emissionswachstum gegenüber einem business-as-usual-szenario deutlich zu senken - wenn es ein konkretes und umfassendes Finanzierungskonzept für Anpassung und Klimaschutz von Seiten der Industrieländer gibt. 4. Derzeit liegt das Gesamtreduktionsziel der Industrieländer bis 2020 nach Angaben des Klimasekretariats selbst bei optimistischer Rechnung bei lediglich 24 Prozent im Vergleich zu 1990. Das liegt teils daran, dass viele Länder noch keine Zahlen auf den Tisch gebracht haben (die USA oder Russland sind hier zum Beispiel noch nicht mit einberechnet) und teils daran, dass die vorgebrachten Zahlen schlichtweg nicht ambitioniert genug sind. Um die Erwärmung der globalen Durchschnittstemperatur auf maximal zwei Grad zu begrenzen sind nach dem letzten Sachstandsbericht des Weltklimarats 25 bis 40 Prozent gegenüber 1990 bis 2020 nötig.
zusammengetragen von:
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