| Nach Kopenhagen: "Widerstand wird Pflicht" |
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| Donnerstag, 21. Januar 2010 um 22:40 Uhr |
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Darüber, dass die Klimakonferenz in Kopenhagen ein Desaster war, ist sich die Klimabewegung einig. Doch in Feierlaune sind selbst Gegner des UN-Gipfels nicht. Aktivisten räumen jetzt ein, dass es der Klima-Protestszene noch an Schlagkraft und Entschlossenheit mangelt. Nun sind neue Strategien gefragt Aus Berlin SUSANNE GÖTZE
Überrascht hat die historische Niederlage des Klimagipfels in Kopenhagen eigentlich niemanden. In der Protestszene wurden schon früh Zweifel laut ob eines befriedigenden Ergebnisses. „Die Staats- und Regierungschefs haben sich selbst delegitimiert – da brauchten wir gar nichts mehr machen“, meint Tadzio Müller, Aktivist des Climate Justice Networks.
Doch trotz Großdemo, Alternativgipfel und zivilem Ungehorsam hat es auch die Klimabewegung in Kopenhagen nicht zu großem Ruhm gebracht. Wenige Wochen nach dem Gipfel fragen sich die Aktivisten nun: Wie weiter nach Kopenhagen? „Auf den Strassen in Kopenhagen wurde eine neue Bewegung geboren, aber sie musst erst noch laufen lernen“, meinte Chris Methmann von Attac auf der Veranstaltung „Wie weiter nach dem Gipfel“ der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Berlin. Die junge Protestszene sei noch unkoordiniert, chaotisch und kleinteilig. „Wir müssen besser klar machen, wer die Verantwortlichen für die Klimakrise sind und wofür wir eintreten“, meint der Attaci. Das heißt für die Aktivisten Methmann und Müller erst einmal: Bündnisse schmieden, Ziele definieren und gemeinsame Forderungen aufstellen. Polarisierung des Protests: Auf Kuschelkurs oder Anti-COP?
"Gemeinsam sind wir stark" (Fotos: Reimann)
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